Erich Dobberahn, Friedrich2019-09-252019-09-252013-10-2820131434-5935http://hdl.handle.net/20.500.12424/194605Der Streit darüber, ob im Qur’ān tatsächlich von „Paradiesjungfrauen“ und nicht lediglich von „Weintrauben“ die Rede ist, oder ob hinter dem „Kopftuchgebot“ eigentlich nur die Anweisung steht, sich einen Gürtel um die Hüften zu schnallen, ist nur die Spitze eines Eisberges. In der gegenwärtigen Diskussion zur islamischen Frühgeschichte, die von Christoph Luxenberg (Pseud.) und der sog. Saarbrücker Schule angestoßen worden ist, geht es um wesentlich mehr. Wenn man diesen neueren Forschungen glauben soll, dann hat ein Prophet namens Muḥammad (569-632) niemals existiert und beruht der Qur’ān selbst auf christlichen Lektionaren der ostsyrischen Kirche, die erheblich später nach dem bisher angenommenen Datum der Offenbarungen an Muḥammad im Machtinteresse der ‛abbāsidischen Kalifendynastie (ab 749) zu dem uns heute vorliegenden Qur’ān umgefälscht worden sind. Damit steht nicht nur die Behauptung einer gigantischen, machtpolitisch motivierten Textmanipulation der ‛Abbāsiden im Raum, sondern hier wird den angeblich „dunklen Anfängen“ des Islams gegenüber ein religiöses copyright des Christentums deklariert.gerWith permission of the license/copyright holderCritique of the Saarbrücker Schuleintercultural conflictdialogue (interreligious)Global ethicsCultural ethicsCultural/intercultural ethicsReligious ethicsComparative religious ethicsMethods of ethicsGeneral and historicalTheological ethicsPhilosophical ethicsComparative religion and interreligious dialogueChristian-MuslimGeneral theology/otherÜber den neuesten Versuch christlich-religionsgeschichtlicher Forschung, eine andere Weltreligion zu diskreditierenArticle