Eagan Chamberlin, Sheena M.2019-09-252019-09-252015-06-222015http://hdl.handle.net/20.500.12424/223743Seit Jahrzehnten wird die Militärmedizin formell als strategisches Instrument eingesetzt und dabei manchmal auch als „nichttödliche Waffe“ bezeichnet, die auf die hearts and minds – die „Herzen und Köpfe“ der Bevölkerung – abzielt. Diese Einsätze erfolgen häufig im Kontext größerer Programme, die unter dem Schlagwort humanitäre Hilfe oder Engagement für die Zivilgesellschaft laufen. Mittlerweile stellen medizinisch ausgerichtete humanitäre Hilfsmissionen eine wichtige Komponente bei den aktuellen Einsätzen der Streitkräfte rund um den Erdball dar. Im Gegensatz zu ihren zivilen Gegenstücken (wie Ärzte ohne Grenzen, das Internationale Rote Kreuz und der Rote Halbmond) sind Sinn und Zweck dieser Militärprogramme nicht rein medizinischer Natur. Vielmehr ist bei humanitären Hilfseinsätzen der Streitkräfte die medizinische Versorgung ganz klar an bestimmte strategische Ziele geknüpft. Solche Einsätze werden innerhalb des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums zunehmend befürwortet und allmählich auch von den Streitkräften anderer Staaten angewandt. Diese Praxis wird bisher kaum hinterfragt oder kritisch beleuchtet.gerWith permission of the license/copyright holdermedical ethicsdilemmamedicinehealth ethicsmoral developmentPolitical ethicsBioethicsMedical ethicsHealth ethicsMedizin als Waffe – die Ethik von Winning Hearts and Minds -EinsätzenArticle