Çınar, Hüseyin İlker2019-09-252019-09-252013-10-1520081434-5935http://hdl.handle.net/20.500.12424/193733Seine Sicht der indischen Religionen oder Weltanschauungen hat Albert Schweitzer (1875-1965) nicht erst nach einem eingehenden Studium schriftlicher oder archäologischer Quellen oder als Schlußfolgerung nachgeprüfter empirischer Beobachtungen gebildet. Vielmehr traf er sein Urteil über den europäische Maßstäbe weit überschreitenden Komplex unterschiedlichster Ausprägungen der indo-asiatischen Kultur auf Grund einer davon ganz unabhängigen und vorgängigen Bildung seiner eigenen, höchst individuellen Weltanschauung. Diese seine Weltanschauung ist jedoch nicht ein rein akademisches Schreibtischprodukt, sondern spiegelt Albert Schweitzers intensivste und tiefste Seinserfahrung wieder, die ihn vom radikalen Skeptizismus der historischen und empirischen Wissenschaft erlöste und ihm den Anstoß und die Kraft gab, sein Leben kranken Menschen zu widmen. Der Kern dieser Weltanschauung ist die These, daß allein ethische Religion natürlich sei, diese nur von Jesus rein, einzigartig und original gelehrt worden sei und daß noch immer nur durch seine übermächtige Gestalt der Wille des Menschen zur Nächstenliebe gereizt werden könne und werde. Weil es ethischer Religion darum geht, den Willen des Menschen zum Guten zu motivieren und Jesus sich als der stärkste Motivator zum sittlichen Handeln im Sinne von selbstloser Nächstenliebe erweist, ist die christliche Religion verbreitenswert.gerWith permission of the license/copyright holdercomparative religion Christian-HinduAlbert SchweitzeraltruismReligious ethicsMethods of ethicsTheological ethicsPhilosophical ethicsChristentum, arische Weltanschauung und indische Religionen Zur interkulturellen Polemik Albert SchweitzersArticle