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Allahs Mütterlichkeit und die muslimische Nächstenliebe
Weber, Edmund
Weber, Edmund
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Abstract
Die Verschüttung der ursprünglichen religiösen Erfahrung Mohammeds Mohammed, der Prophet der Araber, war ein Erneuerer der Gnadenreligion der jüdisch-christlichen Tradition. Er predigte angesichts des nahen Weltgerichts die frohe Botschaft von der unbedingten Vergebung der Sünden. Er tat dies in einer Welt, die von einem gnädigen Gott nichts hielt, die ihn vielmehr vergessen hatte. Sie verehrte einen Gott, der erbarmungslos das Gesetz exekutierte. Diese Erneuerung der Gnadenreligion durch Mohammed wurde schon kurz nach seinem Tod von der dann zur Interpretationsherrschaft gelangten Orthodoxie durch eine das Weltgericht weit von sich schiebende konträre Gesetzes- und Werk- oder Karmareligion verdrängt. Mit Hilfe der politischen Macht bemächtigte sich diese neue islamische Religion der Interpretati-onsherrschaft über die Offenbarungen Mohammeds und konnte so ihre eigene karmistische Auslegung kanonisieren. Als angeblich wahre Sachwalterin der Rechtgläubigkeit setzte sie an die Stelle des göttlichen Angebots der unbedingten Sündenvergebung das angeblich Heil be-wirkende Gesetz, die Scharia. Die Scharia wurde so ihres wegweisenden Charakters entklei-det und zum Gegengott erhoben, d.h. in der Sprache der islamischen Theologie: sie wurde dem gnädigen Allah beigesellt oder gar übergeordnet.
Note(s)
Topic
Type
Article
Date
2003
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ISBN
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With permission of the license/copyright holder