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Globalisierung, Zivilisationen und Religionen

Köktaş, M. Emin
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Köktaş, M. Emin
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Abstract
Ich möchte mich in diesem Essay auf drei Begriffe konzentrieren und einige Generalisierungen über ihre Beziehungen aufeinander ableiten. Ich weiß, wie heikel es ist, in den Sozialwissenschaften Generalisierungen zu machen. Dennoch halte ich Generalisierungen für nützlich um unseren Blickwinkel deutlich zu machen. Die drei Begriffe, mit denen ich mich befassen werde, sind Säkularisierung, Globalisierung und Zivilisation. Ich werde auf die Möglichkeiten und Probleme hinweisen, die diese Begriffe heutzutage für die Religionen oder den Dialog der Religionen bringen können. Peter L. Berger, einer der bedeutenden Soziologen unserer heutigen Zeit, behandelt in einer seinen letzten Abhandlungen mit der Überschrift „Säkularismus im Rückzug“ von neuem das Thema Religion in der modernen Welt. Berger macht dabei interessante Aussagen. In den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts glaubte Berger wie die meisten anderen Sozialwissenschaftler, dass wir in einer säkularisierten Welt leben. Nach der langen Zeit unter den Soziologen vorherrschenden Säkularisierungstheorie wird die Religion im Zuge der Modernisierung sowohl in der Gesellschaft als auch im Bewusstsein des Individuums dahinschwinden. Berger vertritt in der erwähnten Abhandlung die Ansicht, dass diese Grundidee falsch ist. Seiner Meinung nach war die Modernisierung in mancher Hinsicht die Ursache für die Säkularisierung. Manche religiöse Institutionen haben in zahlreichen Gesellschaften ihren Einfluss verloren. Trotzdem hat die Gegenreaktion auf Modernisierung und Säkularisierung viele mächtige Bewegungen hervorgebracht. Außerdem muss sich die Säkularisierung auf der gesellschaftlichen Ebene nicht unbedingt im Bewusstsein der Menschen widerspiegeln. Sowohl alte als auch neue Formen des Glaubens bewahren ihren Platz im Leben der Menschen, indem sie manchmal zu neuen institutionellen Formen, manchmal zu übertriebener Frömmigkeit
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Topic
Type
Article
Date
2008
Identifier
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