Loading...
Das Kreuz mit dem Kreuz oder Das Kreuz mit den Kreuzen?
Dienst, Karl
Dienst, Karl
Author(s)
Author(s) (Additional)
Illustrator(s)
Producer(s)
Contributor(s)
Contributor(s) (Other)
Editor(s)
Advisor(s)
Contact(s)
Data Collector(s)
Keywords
Collections
Files
Loading...
relkultur178.pdf
Adobe PDF, 868.08 KB
Research Projects
Organizational Units
Journal Issue
Online Access
Abstract
In der Lutherbiographie des Darmstädter Gymnasiallehrers Johannes Mitterle (Lichtenberg-Schule) fand ich den bemerkenswerten Ausspruch Herzog Georgs des Bärtigen von Sachsen: „Wozu ist ein Soldat nütze, wenn er nicht fechten, ein Schäferhund, wenn er nicht bellen, ein Theologe, wenn er nicht diskutieren darf!“ Der albertinische Landesherr wollte also den geistigen Ringkampf der theologischen Wortathleten haben, obgleich der zuständige ‚Ortsbischof‘ den ‚Spektakel‘ damals verboten hatte. Es ging um die auch aus der Allgemeinen Geschichte bekannte ‚Leipziger Disputation‘ von 1519, in der der bekannte bayerische Ketzerrichter Eck den Theologieprofessor Martin Luther fertig machen wollte. Immerhin: Herzog Georg der Bärtige setzte sich durch; die Dinge nahmen ihren bekannten Verlauf. Was jenen ‚Spruch‘ Georgs des Bärtigen anbelangt, so könnte ich mir im Paulusplatz auch Protest vorstellen! Die ‚Friedensfreunde‘ sind nicht gerade gering. Die ‚Hundefreunde‘ sind zwar nur partiell organisiert. Aber Frau Eyke Schmidt würde bestimmt protestieren, wenn ich Luther einen Schäferhund andichten würde, denn er hatte – wie auch Frau Schmidt – einen Spitz. Was die diskutierenden Theologen anbelangt, so werden sie im Paulusplatz nicht nur von Juristen, Betriebswirten und Baufachleuten überholt; sie haben ihr Monopol schon längst verloren, weil heute jeder jeden über jedes belehren darf.
Note(s)
Topic
Type
Article
Date
2013
Identifier
ISBN
DOI
Copyright/License
With permission of the license/copyright holder